Aufschwung für die Streckenflieger

Gutes Anzeichen für Thermik

Wie jedes Jahr neigt sich Ende September die Segelflugsaison ihrem Ende zu. Noch etwas früher endet die Streckenflugsaison und damit die niederbayerische Vereinswertung. Bei diesem kleinen dezentralen Wettbewerb sind 14 niederbayerische bzw. Anrainervereine teilnahmeberechtigt. Leider brachten in diesem Jahr zwei Vereine keine Flüge zur Wertung. Das Schöne an diesem Wettbewerb ist, dass jeder Pilot einen Beitrag zum Ergebnis seines Vereins beitragen kann. Voraussetzungen sind hierfür nur, dass der Flug von einem bayerischen Flugplatz gestartet wurde und der Flug online im OLC (kurz für Onlinecontest) gemeldet wurde. Für jeden Flug gibt es eine bestimmte Anzahl von Punkten, die sich aus der erflogenen Strecke und einem bestimmten Flugzeugindex errechnen. Der Verein der am Ende der Saison am meisten Punkte hat, hat gewonnen. Der individuelle Flugzeugindex ist nötig um einen fairen Vergleich zwischen den verschiedenen Flugzeugtypen zu schaffen. Schließlich ist die Leistung eine bestimmte Strecke mit einem Oldtimer zu erfliegen viel höher ein zu schätzen als mit einem modernen Hochleistungssegler. Nach der eher enttäuschenden, letztjährigen Saison ging es heuer wieder deutlich besser. Die thermischen Bedingungen dieses Jahres in unserer Region waren sicherlich nicht die Schlechtesten.

Einstieg in die Alpen bei Unterwössen

Speziell die Thermik im Frühjahr, um unsere Frühjahrsflugwoche, waren sehr gut. Zum Sommer hin machten uns zwar dann die hohen Temperaturen zu schaffen und die Thermik kam ziemlich zum Erliegen, aber da war das gute Ergebnis schon eingetütet. Den weitesten Flug schaffte auch heuer Rudolf Maier mit etwas unter 400 km. Erfreulich ist auch, dass sich die Beteiligung im Vergleich zum letzten Jahr wieder erhöht hat. Denn heuer meldeten wieder um zwei Piloten mehr, und somit insgesamt 8 Piloten, Flüge im OLC. Insgesamt erflogen wir heuer eine Strecke von 7.672 km was einer Verbesserung von etwa 2.800 km gegenüber dem Vorjahr entspricht. Damit konnten wir den 7. Platz in der Niederbayernwertung erreichen. Insgesamt waren die Leistungen aller Vereine eher durchwachsen. Nur fünf Vereine konnten ihr Vorjahresergebnis halten oder gar verbessern. Leider gab es mit einer Gesamtteilnehmerzahl von 125 Piloten auch hier einen leichten Abwärtstrend. Insgesamt konnten alle Vereine gemeinsam eine Strecke von 154.484 km erfliegen, was ein spürbares Minus von 12.343 km gegenüber dem Vorjahr darstellt. Sieger des Wettbewerbs wurde übrigens FC Moosburg, vor dem SSV Cham und dem LSV Albatros. Nach dieser nicht schlechten Saison bleibt nun nur noch zu hoffen, dass dieser Aufwärtstrend auch im neuen Jahr anhält und wir auch in der neuen Saison wieder viele lange und schöne Flüge machen können. Wen die restlichen Platzierungen und der genaue Jahres- und Punkteverlauf interessieren der kann diese Daten in unserer Streckenflugrubrik finden.

Text & Bilder: Christian Forster

Ziellanden in Kirchdorf

Kurz vorm Punkten

Wie schon in den letzten Jahren, fand auch heuer wieder der Ziellandewettbewerb zwischen dem FC Kirchdorf/Inn und der Abteilung Luftsport des SV Wacker Burghausen am Flugplatz Kirchdorf am Inn statt. So fanden sich am Samstagmorgen, den 09. September, 15 Piloten bei kühlem aber trockenem Wetter am Flugplatz für den Wettbewerb ein. Dabei unterschied sich das Reglement heuer leicht von dem der Vorjahre. Im ersten Durchgang musste wie üblich eine 1 m breite Markierung getroffen werden um die volle Punktzahl von 100 zu erhalten. Für zu kurze oder zu lange Landungen wurden pro 6 m 10 Punkte, dann 20 Punkte und zuletzt 40 Punkte abgezogen. Für Landungen die weiter als 18 m entfernt waren gab es gar keine Punkte mehr. Während im 1. Durchgang der Aufsetzpunkt des Flugzeugs gewertet wurde, wurde im 2. Durchgang dann der Haltepunkte des Fliegers bewertet. Nach der 1. Wertungsrunde war auch noch alles offen, denn das Spektrum der bepunkteten Landungen war groß. Für die zweite Runde sorgten dann sich ständig ändernde Windverhältnisse für zusätzliche Spannung. Schließlich konnte Monika Pfaffinger vom SV Wacker Burghausen am Ende die meisten Punkte einheimsen und gewann somit das diesjährige Ziellanden. Der 2. Platz ging an Florian Bubl vom FC Kirchdorf/Inn und komplettiert wurde das Stockerl von Christian Forster, ebenfalls SV Wacker. Schließlich fand die Veranstaltung dann mit der Siegerehrung und einer großen Grillfeier im vereinseigenen Wintergarten einen runden Abschluss.

Text & Bild: Christian Forster

Eine heiße Flugwoche

Windenstart in Pfarrkirchen

Nach unserer sehr erfolgreichen Frühjahrsflugwoche in Kirchdorf waren wir in freudiger Erwartung auf unser nächstes fliegerisches Highlight. Dies stellt unsere traditionelle Sommerflugwoche Anfang August dar. Heuer zogen wir turnusmäßig wieder mit Sack und Pack auf unseren Nachbarflugplatz in Pfarrkirchen um. In diesem Jahr beteiligten sich auch die Pfarrkirchner Piloten mit einer größeren Truppe an der gesamten Woche, sodass immer etwas am Platz los war. Da in Pfarrkirchen mit dem für uns eher ungewohnten Windenstart geflogen wird, standen am ersten Tag diverse Überprüfungs- und Übungsflüge an. Das Wetter in dieser Woche meinte es auch sehr gut mit uns, fast schon zu gut eigentlich. Denn jeden Tag wurden wir von strahlendem Sonnenschein und Temperaturen jenseits der 30 °C begrüßt. So wäre zwar jeden Tag Flugbetrieb möglich gewesen, aber die Hitzeschlacht beim Flugbetrieb und in den Cockpits wurde von Tag zu Tag schlimmer, noch dazu dass sich bei dieser stabilen, heißen Wetterlage keinerlei Thermik entwickeln wollte.Schließlich wurde gegen Mitte der Woche dem Wetter Tribut gezollt und der Flugbetrieb zu Gunsten Aktivitäten in schattigeren Gefilden zeitweise eingestellt. Auch wenn in dieser Flugwoche somit keinerlei Streckenflug stattfand, wurden doch viele Starts mit eben kürzeren Flügen gemacht und die Atmosphäre mit unseren Pfarrkirchner Fliegerfreunden war trotzdem stets kameradschaftlich.

Text & Bilder: Christian Forster

Die Kehrtwende

Die Burghauser Burg

Und es wurde auch Zeit dafür. Wie bereits berichtet begann die heurige Flugsaison witterungsbedingt alles andere als besonders erfolgreich. Die Wetterbedingungen wollten einfach nicht mitspielen. Nun lagen alle Hoffnungen Mitte Mai auf unserer traditionellen Flugwoche in Kirchdorf am Inn. Und diesmal sollten wir auch tatsächlich nicht enttäuscht werden! Es konnte nämlich die ganze Woche über Flugbetrieb stattfinden. Selbst der schon traditionelle Schlechtwetterausflug auf die Burghauser Dult fiel heuer aus. Hier musste eine kleine Grillfeier am Vatertag als Ersatz her halten. Lediglich am Mittwoch wurde der Flugbetrieb aufgrund von starkem Ostwind verfrüht eingestellt werden. Die Sicherheit geht eben klar vor. Auch über die thermischen Bedingungen konnte heuer nicht geklagt werden. Von Tag zu Tag wurden die Thermik besser, und die geflogenen Strecken länger. Erst gegen Ende der Woche stabilisierte sich die Wetterlage wieder und bei strahlend blauem Himmel und hohen Temperaturen wurden die thermischen Bedingungen wieder etwas schlechter. Dementsprechend zahlreich war auch die Beteiligung am OLC (Onlinecontest) in dieser Woche. So brachten 7 Piloten Flüge für den Wettbewerb ein. Somit haben wir jetzt auch wieder einen teilnehmenden Piloten mehr als im vergangenen Jahr. Insgesamt wurde in der Flugwoche eine Strecke von über 3.300 km erflogen. Damit konnten wir das stärkste Wochenergebnis erfliegen seit wir uns am OLC beteiligen, und konnten die erflogene Strecke 2017 fast vervierfachen. Nachdem die guten thermischen Bedingungen auch nach der Flugwoche anhielten, konnte bereits in der nachfolgenden Woche das Streckenflugergebnis des Vorjahres eingestellt werden. Sollte sich dieser Trend fortsetzen und wenn man bedenkt, dass die Streckenflugsaison noch bis Ende September anhält, könnte sich die Saison 2017 nach einem schwachen Start doch noch in ein erfolgreiches Jahr wandeln.

Text & Bild: Christian Forster

Schlechtwetter behindert Saisonbeginn

Das Wetter spielt heuer nicht mit

Und dabei fing doch alles so gut an. Bereits am ersten Märzwochenende konnte dieses Jahr die Flugsaison eröffnet werden. So früh konnten wir die letzten 10 Jahre noch nicht in die Saison starten. So glaubten wir auch an den Beginn einer tollen Saison, spielte doch Anfang März das Wetter noch ganz gut mit. Leider sollte sich dies aber schnell ändern und spätestens gegen Ende des Monats war die Sonne immer seltener, dafür die Regenwolken immer häufiger zu sehen. Damit kam auch der Segelflug immer häufiger zum Erliegen. Auch der April machte heuer seinem Ruf als unsicherer Wettermonat alle Ehre. Zwar gab es einige gute Flugtage, aber auch hier überwog wieder das schlechte Wetter. Nachdem im letzten Jahr die Osterflugwoche unserer Altöttinger Fliegerfreunde, zu der wir regelmäßig eingeladen werden, schon schwer unter schlechten Wetterbedingungen litt, hofften wir heuer durch den deutlich späteren Termin gegen Ende April auf besseres Wetter. Aber auch heuer fiel die Flugwoche quasi komplett ins Wasser, teilweise sogar in den Schnee. Letztlich war während der gesamten Woche nur ein Flugtag möglich. Zumindest bot dieser dann gute thermische Bedingungen. Nun Mitte Mai scheint sich das Wetter langsam zum Besseren hin zu entwickeln und unsere Hoffnungen auf mehr Flugzeit liegen jetzt auf unserer bevorstehenden Flugwoche in der Christi-Himmelfahrts-Woche, die wir traditionell an unserem Heimatflugplatz in Kirchdorf am Inn austragen. Auch im Sinne des Streckenflugs, und damit der niederbayerischen Vereinswertung, wäre dies sehr wünschenswert. Aufgrund der durchwachsenen Wetterbedingungen und der der damit verbundenen eher geringen Beteiligung am Flugbetrieb wurde der Negativrekord des letzten Jahres nochmal unterboten. Mit bis jetzt gerade mal 1.200 gemeldeten Kilometern flogen wir gut 600 km weniger aals im Vorjahreszeitraum. Da es den meisten anderen teilnehmenden Vereinen aber auch nicht viel besser geht, belegen wir zurzeit mit dieser Leistung immerhin noch den 7. von 14 Plätzen.

Text & Bild: Christian Forster

Start in die neue Segelflugsaison

Die ersten Segelflugstarts der Saison

Am Samstag, den 04. März, startete die Luftsportgruppe in die neue Flugsaison. Dazu wurde unser doppelsitziges Segelflugzeug ASK-21 aus seinem Winterlager in Burghausen per Hänger an den Flugplatz in Kirchdorf überführt. Dort angekommen wurde dann das Segelflugzeug aufgerüstet (zusammengebaut) und auf Flugtauglichkeit überprüft. Anschließend wurden die ersten Überprüfungsstarts mit Fluglehrer gemacht, um zu sehen, ob noch bei allen die fliegerischen Fähigkeiten sitzen. Dies stellte allerdings für die Piloten kein großes Problem darund so konnten dann auch noch die ersten Starts solo bestritten werden. Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass uns das Wetter die restliche Saison weiterhin so wohl gesonnen ist.