Start in die neue Segelflugsaison

Die ersten Segelflugstarts der Saison

Am Samstag, den 04. März, startete die Luftsportgruppe in die neue Flugsaison. Dazu wurde unser doppelsitziges Segelflugzeug ASK-21 aus seinem Winterlager in Burghausen per Hänger an den Flugplatz in Kirchdorf überführt. Dort angekommen wurde dann das Segelflugzeug aufgerüstet (zusammengebaut) und auf Flugtauglichkeit überprüft. Anschließend wurden die ersten Überprüfungsstarts mit Fluglehrer gemacht, um zu sehen, ob noch bei allen die fliegerischen Fähigkeiten sitzen. Dies stellte allerdings für die Piloten kein großes Problem darund so konnten dann auch noch die ersten Starts solo bestritten werden. Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass uns das Wetter die restliche Saison weiterhin so wohl gesonnen ist.

Ziellanden in Kirchdorf

Startvorbereitungen für den Wertungsflug

Auch in  unserer fliegerischen Heimat Kirchdorf am Inn wurde heuer wieder ein Ziellandewettbewerb ausgetragen. Das Lokalderby zwischen dem FC Kirchdorf und der Luftsportabteilung des SV-Wacker Burghausen fand diesmal am ersten Oktoberwochenende statt. So traf sich eine Gruppe von 12 Piloten am Samstagmorgen bei recht freundlichem aber kühlem Wetter am Flugplatz,  um den Wettbewerb zu starten. Das Reglement war dabei dasselbe wie in Altötting. Ziel war es, eine 1 m breite Markierung zu treffen, um die vollen 100 Punkte zu kassieren. Pro 6 m zu kurz gab es 20 Punkte Abzug, pro 6 m zu lang wurden 10 Punkte abgezogen. Wer nach drei Durchgängen die meisten Punkte erreicht hat, hat gewonnen. Wie üblich konnten wieder alle Arten von Landungen beobachtet werden. Vor allem zu Beginn des Wettbewerbs überwogen die niedrig dotierten Landungen. Im Laufe des Wettbewerbs wurden die Piloten aber immer besser, so dass auch noch die volle Punktzahl vergeben werden konnte. Am Ende des 1. Tages konnte Walter Wieser vom FC Kirchdorf die meisten Punkte vorweisen. Auf den 2. Platz schaffte es Florian Joachimbauer, gefolgt von Christian Forster, beide vom SV-Wacker Burghausen. Der Sonntag als 2. Wertungstag begrüßte uns dann allerdings mit Regen. Dieser hörte auch den ganzen Tag nicht mehr auf, sodass nicht geflogen werden konnte und der 2. Wertungstag somit buchstäblich ins Wasser fiel. In Folge dessen wurde am Sonntag nur noch die Siegerehrung durchgeführt und anschließend eine große Grillfeier veranstaltet. So fand die Veranstaltung einen gemütlichen Ausgang im Wintergarten des Flugplatzes.

Text & Bild: Christian Forster

Eine enttäuschende Streckenflugsaison

Unsere fliegerische Heimat in Kirchdorf am Inn

Jetzt Ende September haben wir die Flugsaison 2016 wieder fast hinter uns gebracht. Etwas früher endete aber schon die Streckenflugsaison und damit die niederbayerische Vereinswertung. An diesem kleinen dezentralen Wettbewerb nehmen 14 niederbayerische bzw. Anrainervereine teil. Dabei kann jeder Pilot einen Beitrag zum Gesamtergebnis seines Vereins leisten. Einzige Voraussetzungen sind, dass der Flug von einem bayerischen Flugplatz gestartet wurde und der Flug online im OLC (kurz für Onlinecontest) gemeldet wurde. Für jeden Flug gibt es eine bestimmte Anzahl von Punkten, die sich aus der erflogenen Strecke und einem bestimmten Flugzeugindex errechnen. Der Verein, der am Ende der Saison die meisten Punkte hat, hat gewonnen. Der individuelle Flugzeugindex ist nötig um einen fairen Vergleich zwischen den verschiedenen Flugzeugtypen zu schaffen. Schließlich ist die Leistung eine bestimmte Strecke mit einem Oldtimer zu erfliegen viel höher einzuschätzen als mit einem modernen Hochleistungssegler. Leider war die diesjährige Saison für uns nicht sehr erfolgreich. Wir hatten das ganze Jahr über mit schwierigen Wetterbedingungen mit teils schlechter Thermik zu kämpfen. Speziell an den Wochenenden, die ja die Hauptflugzeit sind, wollte heuer das Thermikwetter so gar nicht mitspielen.

Gute Streckenflugbedingungen waren heuer selten

Somit waren speziell in unserer Region oftmals lange und ausgedehnte Flüge einfach nicht möglich. Den weitesten Flug schaffte da noch Rudolf Maier mit knapp unter 400 km. Neben dem schlechten Wetter kam allerdings auch noch erschwerend hinzu, dass heuer die Beteiligung ebenfalls etwas schlechter war. So meldeten heuer nur 6 Piloten, und somit zwei weniger als in den letzten Jahren, Flüge im OLC. Insgesamt erflogen wir heuer eine Strecke von 4.877 km, was einer Verschlechterung von 3.600 km gegenüber dem Vorjahr entspricht. Mit dieser Leistung belegten wir Platz 9 von 14. Aber auch viele der anderen Vereine hatten heuer so ihre Probleme. Lediglich die Hälfte der Vereine konnte ihr Vorjahresergebnis halten oder gar verbessern. Erfreulich ist, dass mit den 133 Piloten aller Vereine ein leichter Aufwärtstrend bei den Teilnehmerzahlen zu verzeichnen ist. Insgesamt erflogen alle Vereine gemeinsam eine Strecke von 166.827 km, was ein leichtes Plus von 2.000 km gegenüber dem Vorjahr darstellt. Gewonnen hat übrigens die Vereinswertung der FC Moosburg, gefolgt vom LSV Albatros aus Gammelsdorf und SSV Cham. Nach dieser doch eher mauen Streckenflugsaison bleibt nun nur zu hoffen, dass uns die Thermikgötter 2017 wieder gewogener sind und wir in der neuen Saison wieder viele lange und schöne Flüge machen können. Wen die restlichen Platzierungen und der genaue Jahres- und Punkteverlauf interessieren, der kann diese Daten in unserer Streckenflugrubrik finden.

Text & Bilder: Christian Forster

Zielgenau trotz Hitzestau

Punktgenaues Landen ist gefragt!

Alle Jahre wieder gegen Ende der Flugsaison heißt es für unsere Piloten, ihre Treffsicher- heit beim Ziellandewettbewerb in Altötting unter Beweis zu stellen. Diese Veranstaltung, die zwischen der Luftsport- gruppe des SV-Wacker Burghausen und der FG Alt-/Neuötting durchgeführt wird,  ist mittlerweile fixer Bestandteil im Kalender beider Vereine und wird jedes Jahr am Flugplatz in Altötting auf der Osterwies durchgeführt. Heuer war es am 10. und 11. September wieder mal so weit. Bei traumhaftem Spätsommerwetter um die 30 °C und nur minimalem Wind kamen die Piloten heuer nicht nur wegen des fliegerischen Wettbewerbs ins Schwitzen. Das Starterfeld war mit 15 Teilnehmern dieses Jahr auch etwas kleiner als in den vergangenen Jahren. Dies änderte aber nichts am Regelwerk. Ziel war es, möglichst punktgenau auf einer 1 m breiten Markierung zu landen, um 100 Punkte zu erreichen. Für zu kurze Landungen wurden pro 6 m 20 Punkte, für zu lange Landungen pro 6 m 10 Punkte abgezogen. Der Pilot mit den meisten Punkten nach drei Durchgängen, hat gewonnen. Wie üblich konnte man im Laufe der zwei Tage alle Arten von Landungen sehen. Von den extrem genauen hochdotieren Landungen, bis zu den eher abseits liegenden, die weniger bis gar keine Punkte einbrachten.

Siegerehrung beim Ziellandewettbewerb

Nach dem 1. Wertungstag lag die Führung erst einmal fest in den Händen der Gäste. Den 1. Platz belegte Christian Forster vom SV-Wacker Burghausen gefolgt von Florian Bubl, dem einzigen Teilnehmer unseres Partnervereins FC Kirchdorf/Inn. Komplettiert wurde das Führungstrio des 1. Tages von Martin Röckl, ebenfalls Burghausen. Allerdings versuchten dann am 2. Wertungstag noch einige Piloten dieses Führungstrio zu sprengen. Speziell die Gastgeber aus Altötting wollten noch etwas an der Reihenfolge ändern. So gelang es doch tatsächlich Simon Ehrenschwendtner, dem Vorstand der Altöttinger, sich noch auf den 3. Platz vorzuschieben. Die ersten beiden Plätze blieben aber unverändert. Nachdem am Sonntagabend die Siegerehrung bei noch immer äußerst angenehmen Temperaturen draußen stattfinden konnte, fand die gelungene Veranstaltung bei einem sehr gemütlichen Beisammensitzen ihr Ende.

Text & Bild: Christian Forster

Thermikpech im Frankenland

Schweinfurt von oben

Als großes Highlight stand im heurigen Jahr, wie traditionell alle 2 Jahre, mal wieder unser auswärtiges Fliegerlager in der ersten Sommerferienwoche an. Nachdem es vor zwei Jahren ins Allgäu ging, sollte es diesmal wieder nach Franken, genauer gesagt nach Schweinfurt, gehen. Mit seiner Lage in der Nähe von Rhön, Fränkischem- & Thüringer Wald erwarteten wir gute thermische Bedingungen und ausgedehnte Streckenflüge. Dies war die letzte Hoffnung für dieses Jahr in diese Richtung, denn das Wetter an unserem Heimatflugplatz vergönnte uns bisher kaum gute Streckenflugbedingungen. So machte sich eine Truppe von 12 Aktiven und einigen Familienangehörigen hoffnungsvoll am 30. Juli mit 5 Vereins- und 3 Privatsegelfliegern auf den Weg nach Schweinfurt. Während die Segelflugzeuge in speziellen Hängern auf der Straße nach Schweinfurt kamen, wurde unser Motorsegler auf dem Luftweg überführt. Nach der Ankunft am Platz wurden wir sofort äußerst freundlich von den ansässigen Fliegerkameraden aufgenommen. Nachdem wir uns am Flugplatz eingerichtet hatten und unser doppelsitziges Schulflugzeug ASK-21 aufgerüstet war, gab es die erste Einweisung in die Flugplatzgegebenheiten durch den 2. Vorstand Helmut Limberger. Dieser war auch für die exzellente Organisation der Woche verantwortlich und stand uns immer mit Rat und Tat zur Seite. So konnten bereits am Samstagabend die ersten Burghauser Piloten ihre Einweisungs- und Schnupperflüge machen, um sich mit der fremden Umgebung vertraut zu machen.

Christian mit der LS-1 f auf dem Acker

Den ersten Abend ließen wir dann mit unseren Schweinfurter Einweisern beim gemeinsamen Grillen ausklingen bei dem es dann auch erstmals die Gelegenheit gab, sich etwas besser kennen zu lernen. Der nächste Tag begrüßte uns dann mit einem wolkenverhangenen Himmel. Daher war auf Grund der sehr niedrigen Wolkendecke an Streckenflug nicht zu denken. Dies war aber noch nicht allzu schlimm, da so eine Menge Windenstarts gemacht werden konnten. So konnte wieder der nötige Trainingsstand für die für uns ungewohnte Startart erreicht werden. Erst am späten Nachmittag wurde das Wetter deutlich freundlicher und die Flüge damit auch länger. Für Montag war dann gute Thermik angesagt, sodass alle Flugzeuge schon früh an den Start gebracht wurden und wir sehr optimistisch vom Flugplatz abflogen. Eine niedrigere als erwartete Wolkenbasis und mäßige Aufwinde machten die Angelegenheit dann doch nicht so einfach wie gedacht. So endete der Tag für Christian Forster mit dem Vereinsflugzeug LS-1 f vorzeitig mit einer Außenlandung auf dem Acker. Also mussten einige Vereinskameraden mit dem Hänger ausrücken und den Außenlander wieder einsammeln. Kurz nach Rückkehr an den Flugplatz kam dann noch der Anruf, dass es Ingo Zahn mit seiner privaten Libelle ebenfalls erwischt hat und er ebenfalls vom Acker abgeholt werden muss. Letztlich erwischte es aber auch noch zwei der ansässigen Streckenflieger aus Schweinfurt, was uns dann doch beruhigte, dass auch die Ortskundigen Probleme mit dem Wetter hatten.

Schlechtwetterausflug im Kloster Kreuzberg

Der Dienstag zeigte sich dann als absolut unfliegbar, denn es regnete den ganzen Tag. Dieser Tag musste dann wohl oder übel für außerfliegerische Aktivitäten genutzt werden. So fuhr der Großteil zum Segelflugmuseum auf die Wasserkuppe. Hier werden Exponate aus über 100 Jahren Segelflug ausgestellt und ist somit ein Muss für jeden Segelflieger. Auf dem Rückweg wurde noch ein Abstecher ins Kloster Kreuzberg unternommen, wo sich unsere Ausflügler nochmals kulinarisch stärken konnten (exzellentes Bier). Auch der Mittwoch zeigte sich zunächst von seiner unfreundlichen Seite. Erst gegen Nachmittag besserte sich das Wetter und es konnte noch ein kleiner Flugbetrieb auf die Beine gestellt werden. Immerhin war das Wetter der darauffolgenden Tage durchgehend relativ freundlich, sodass die restliche Zeit immer geflogen werden konnte. Allerdings war die Thermik weiterhin eher mäßig und nur regional nutzbar, so dass große Streckenflüge auch weiterhin ausblieben. Aufgrund dieser widrigen Wetterlagen konnten auch unsere Streckenflieger lediglich etwas unter 900 km im OLC (Onlinecontest) zur Meldung bringen. Damit blieben wir deutlich hinter den Ergebnissen der Vorjahre, aber bei einem wetterabhängigen Sport wie dem Segelfliegen bleibt so etwas einfach nicht aus. Aufgrund der geringen Thermik wurde deshalb gerne der Motorsegler für längere Ausflüge in die Umgebung genutzt. Ziele wie Bayreuth, Wasserkuppe oder Burg Feuerstein waren hierbei sehr beliebt. Ein kleiner Erfolg am letzten Flugtag konnte zumindest noch in der Ausbildung verbucht werden. So konnte unser Flugschüler Lennart Bart seinen 1. Alleinflug an der Winde machen. Zum Abschluss der Woche veranstalteten wir dann noch eine Grillfeier, zu der wir die Schweinfurter Piloten einluden und bei der wir die gemeinsame Woche nochmals Revue passieren ließen. Abschließend lässt sich sagen, dass unsere Flugwoche, trotz leichtem Wetterpech, wieder eine gelungene und lustige Veranstaltung war, bei der wieder so einige neue Erfahrungen in neuem fliegerischem Gebiet gemacht wurden.

Text: Christian Forster

Bilder: Barbara Hansbauer

& Christian Forster

Neuer Fluglehrer für die Abteilung

Neuer Fluglehrer: Florian Joachimbauer

Seit Ende Juni kann sich die Abteilung Luftsport mit Florian Joachimbauer über einen neuen Fluglehrer freuen! Damit haben wir neben unserem  amtierenden Ausbildungsleiter Alois Novak wieder einen  zweiten Fluglehrer und können  die Flugausbildung beim SV-Wacker verstärkt angehen. Die Bereitschaft von Florian sich für diesen verantwortungsvollen Posten ausbilden zu lassen bestand bereits seit geraumer Zeit. So wurden bereits in den letzten beiden Jahren erste Schritte in Richtung Ausbildung zum Fluglehrer unternommen. Die ersten Teile der Ausbildung zum Fluglehrer werden nämlich in Form von Flügen und Übungen, mit bereits ausgebildeten Fluglehrern, im eigenen Verein durchgeführt. Nachdem dieser erste Abschnitt im Verein abgeschlossen war, ging es zur weiterführenden Ausbildung unter Federführung des DAeC (Deutscher Aeroclub) und LVB (Luftsportverband Bayern). Zu Beginn dieses Jahres stand hierzu eine mehrwöchige theoretische Ausbildung an, bei der die Methodik und Pädagogik in der Flugausbildung vermittelt wurde. Anfang Juni ging es dann zur praktischen Ausbildung, in der das Verhalten und Vermitteln von Flugmanövern im Flug gelehrt wurden. Nach erfolgreicher Beendigung dieses Lehrgangs ist die Ausbildung zum Fluglehrer quasi abgeschlossen. Ab jetzt kann Florian die Ausbildung der Flugschüler im Bereich Segelflug im Verein unterstützen, wenn auch noch mit Einschränkungen. Denn zunächst ist er „Fluglehrer unter Aufsicht“, was bedeutet, dass er unter Aufsicht des Ausbildungsleiter Alois Novak Schulflüge durchführen darf. Erst nach Erreichen einer bestimmten Anzahl von beaufsichtigten Schulflügen erhält er dann den Status eines vollwertigen Fluglehrers. Danach besteht auch die Möglichkeit, die Fluglehrerlizenz auf den Ausbildungsbereich Motorsegelflug auszuweiten. Dieser Bereich der Fliegerei wird in unserer Abteilung neben dem Segelflug auch angeboten.

Was für ein Saisonbeginn

Viel Regen, wenig Thermik

Wenn auch leider nicht im positiven Sinne. Die heurige Segelflugsaison konnte zwar schon am 19. März eröffnet werden, was vom Datum her noch einen recht normalen Saisonbeginn darstellt. So waren wir denn auch recht zuversichtlich, dass einer guten Saison nichts im Wege stehen würde. Allerdings sahen dies die Wettergötter dann doch etwas anders als wir. Da Ostern in diesem Jahr schon sehr früh war, gab es daher zu den Feiertagen recht frische Temperaturen und eher zugezogenes Wetter. Nach den Osterfeiertagen zogen wir mit unseren Flugzeugen auf das Segelfluggelände nach Altötting um, da wir, wie auch schon die vergangenen Jahre, von den Altöttinger Fliegerkameraden zur Teilnahme an ihrer Flugwoche eingeladen waren. Allerdings besserte sich auch jetzt das Wetter nicht wirklich. Regenschauer, teils starker Südwind und hohe abschirmende Bewölkung machten uns das Leben schwer. Letztlich war sogar nur an zwei Tagen Flugbetrieb möglich, an Streckenflug war gar nicht erst zu denken. Zurück an unserem heimatlichen Flugplatz in Kirchdorf am Inn wurde die Sache dann auch nicht besser. Entweder machte regnerisches Wetter den Flugbetrieb ganz unmöglich, oder abschirmende Bewölkung ließ die für lange Flüge notwendige Thermik nicht entstehen. Dass bei solchen Wetterbedingungen der Spaß und die Beteiligung am Flugbetrieb langsam zu schwinden beginnen ist durchaus auch nachvollziehbar.

Umschulung auf den Einsitzer

So lagen dann letztlich alle Hoffnungen auf unserer traditionellen Frühjahrsflugwoche in der Christi-Himmelfahrts-Woche. Allerdings ließ uns der Wettergott abermals im Stich. Waren die ersten Tage noch grau in grau und ziemlich verregnet, so kam zumindest ab Christi Himmelfahrt die Sonne heraus. Zu unserer großen Enttäuschung setzte aber mit dem Sonnenschein auch ein kontinuierlicher, starker Ostwind ein, der die teils sich gut entwickelnde Thermik einfach davon blies. So konnten wir uns zwar schon einige Zeit in der Luft halten, aber eine größere Strecke ohne Motorkraft zurück zu legen, war wieder schwer bis gar nicht möglich. Wie sehr uns das Wetter heuer zusetzt, zeigt ein Blick auf den Streckenflug und damit die niederbayerische Vereinswertung. So konnten unsere Streckenflieger bis Beendigung der Frühjahrsflugwoche nur ca. 1.800 km zur Wertung bringen, was Platz 9 von 14 gleich zu setzen ist. Selbst in der recht schwachen Vorjahressaison waren es zu diesem Zeitpunkt schon gut 1.000 km mehr. Die einzig gute Nachricht gibt es aus der Ausbildung. So konnte unser Flugschüler Lennart Bart Mitte April auf das einsitzige Leistungsflugzeug ASW-15 umschulen, das seit diesem Jahr auch die Zulassung zur Schulung hat. Damit biegt Lennart langsam auf die Zielgerade in der Ausbildung zum Segelflugpiloten ein. Als nächste Schritte folgen die Theorieprüfung und der 50 km Streckenflug. Danach geht es zur praktischen Prüfung mit einem Prüfer des Luftamtes, deren Bestehen das Ende der Ausbildung darstellt.

Text & Bilder: Christian Forster