Was ist Föhn?

Die Alpen, hier entsteht der Föhn

Föhn kennen viele bei uns vom schönen Wetter und dem herrlichen Blick bis in die Berge, manche aber auch wegen der Kopfschmerzen.
Doch wie entsteht Föhn? Und was bringt er dem Segelflieger?

Föhn bezeichnet eine Windströmung,
die an einem Bergmassiv nicht mehr außen vorbei kann und somit darüber gleiten muss. Auf der Luvseite (dem Wind zugewandt) entsteht durch die sich beim Aufsteigen abkühlende Luft eine Staubewölkung, die häufig lang anhaltende Niederschläge mit sich bringt.

Auf der Leeseite (dem Wind abgewandt) sinkt diese Luft wieder ab und bildet einen warmen Fallwind.

Angetrieben wird dieser Wind durch unterschiedliche Druckgebilde auf der Ost- und Westseite des Gebirges, in unserem Fall der Alpen.

Je nachdem, wo sich die Hoch- und Tiefdruckgebilde befinden, entsteht dadurch ein Nordföhn (schönes Wetter in Italien) oder ein Südföhn (schönes Wetter in Bayern).

Doch wie profitiert der Segelflieger davon?
Betrachtet man einen fließenden Bach, der über ein Hindernis strömt, so sieht man oft noch viele Meter danach stehende Wellen.
Bei der Luft ist es ähnlich:
Oft noch viele Kilometer nördlich der Alpen bilden sich in der Luft stehende Wellen, an deren Vorderseite die Luft aufsteigt. Ist man in so eine Welle geflogen, erwarten den Piloten oft sehr gute Steigwerte bei hohen Windgeschwindigkeiten.

Weil die darüber liegenden Luftschichten ebenfalls angehoben werden, reichen diese Aufwinde hoch hinauf. Ein Segelflieger kann sich durch die richtige Flugtaktik bei Föhnwetterlage persönlich oft neue Höhen- und Streckenrekorde erfliegen.