Zuwachs für die Luftsportgruppe

Amelie Tölg-Hanke mit Fluglehrer Florian Joachimbauer

Erfreuliches gibt es mal wieder aus dem Bereich der Pilotenausbildung zu vermelden. So konnten wir mit Amelie Tölg-Hanke aus Überackern eine neue Flugschülerin für den Segelflugschein gewinnen. Die 15-jährige Schülerin machte bereits im Sommer letzten Jahres im Rahmen des Burghauser Ferienprogramms ihre ersten Schnupperflüge und hat nun im neuen Jahr aktiv ihre Segelflugausbildung begonnen. Wir wünschen dir dabei viel Glück und Spaß!

Start in die neue Saison

Start in die Segelflugsaison 2019

Bei sonnigem Wetter konnten wir letzten Sonntag, den 17 März, die diesjährige Segelflugsaison eröffnen. Dazu wurde unser doppelsitziges Schulungsflugzeug ASK-21 aus seinem Winterquatier per Anhänger zurück an den Flugplatz in Kirchdorf/Inn gebracht. Dort wurde sie von den Mitgliedern wieder aufgebaut und vor dem ersten Flug gründlich durchgecheckt. Anschließend standen die ersten Checkflüge mit Fluglehrer für die Piloten auf dem Programm. Diese werden immer zu Anfang der Saison durchgeführt, um zu sehen ob die fliegerischen Fähigkeiten noch sitzen. Nachdem diese Checks problemlos bestanden waren, konnten auch die ersten Starts wieder solo durchgeführt werden. Nun freuen wir uns auf eine hoffentlich erfolgreiche und thermikreiche Saison!

Erfolgreiche Streckenflugsaison 2018

Burghauser Burg & Altstadt

Ende September setzt langsam der Herbst ein, und so neigt sich auch die Segelflugsaison langsam ihrem Ende zu. Etwas früher endet die Streckenflugsaison und damit die niederbayerische Vereinswertung. Bei diesem kleinen dezentralen Wettbewerb sind 14 niederbayerische bzw. Anrainervereine teilnahmeberechtigt. In diesem Jahr brachten 13 der 14 Vereine Flüge zur Wertung. Das Schöne an diesem Wettbewerb ist, dass jeder Pilot einen Beitrag zum Ergebnis seines Vereins leisten kann. Voraussetzungen sind hierfür nur, dass der Flug von einem bayerischen Flugplatz gestartet wurde und der Flug online im OLC (kurz für Onlinecontest) gemeldet wurde. Für jeden Flug gibt es eine bestimmte Anzahl von Punkten, die sich aus der erflogenen Strecke und einem bestimmten Flugzeugindex errechnen. Der Verein der am Ende der Saison am meisten Punkte hat, hat gewonnen. Der individuelle Flugzeugindex ist nötig um einen fairen Vergleich zwischen den verschiedenen Flugzeugtypen zu schaffen. Schließlich ist die Leistung eine bestimmte Strecke mit einem Oldtimer zu erfliegen viel höher ein zu schätzen als mit einem modernen Hochleistungssegler. Nach der recht soliden, letztjährigen Saison ging es heuer nochmals enorm vorwärts. Nach einem eher zähen Start in die Saison besserten sich die thermischen Bedingungen im Laufe des Jahres zusehends. War unsere Frühjahrsflugwoche Anfang Mai schon rekordverdächtig, übertrumpfte unsere auswärtige Flugwoche in Bad Kissingen Anfang August dieses Ergebnis nochmal um ein Vielfaches (wir berichteten).

Altstadt Mühldorf

Den weitesten Flug schaffte auch heuer Rudolf Maier mit fast 450 km. Die große Freude am Streckenflug spiegelt sich auch an den Teilnehmerzahlen am OLC wieder. So nahmen auch heuer wieder 8 unserer Piloten am Wettbewerb teil. Insgesamt erflogen wir heuer eine Strecke von 12.019 km was einer Verbesserung von etwa 4.300 km gegenüber dem Vorjahr entspricht. Mit dieser Leistung verfehlten wir den Allzeitrekord aus 2014 nur um knapp 70 km. Mit dieser Leistung konnten wir den 8. Platz in der Niederbayernwertung erreichen. Insgesamt waren die Leistungen aller Vereine sehr stark, und alle Vereine konnten ihre Vorjahresergebnisse, teils erheblich, verbessern. Erfreulich ist auch, dass es bei der Gesamtteilnehmerzahl einen deutlichen Aufwärtstrend gab. So nahmen heuer insgesamt 165 Piloten im Gegensatz zu 125 letztes Jahr teil. Insgesamt konnten alle Vereine gemeinsam eine Strecke von 243.334 km erfliegen, was ein spürbares Plus fast 89.000 km gegenüber dem Vorjahr darstellt. Sieger des Wettbewerbs wurde übrigens der FC Moosburg, vor dem LSV Albatros aus Gammelsdorf und dem SSV Cham. Nach dieser sehr erfolgreichen Saison bleibt nun nur noch zu hoffen, dass das neue Jahr ähnlich stark wird und wir somit erneut eine tolle Saison mit vielen langen und schönen Flüge bekommen. Wen die restlichen Platzierungen und der genaue Jahres- und Punkteverlauf interessieren der kann diese Daten in unserer Streckenflugrubrik finden.

Text & Bilder: Christian Forster

Ziellanden in Kirchdorf

Etwas zu kurz für die volle Punktzahl

Wie schon seit einigen Jahren üblich, fand auch heuer wieder der gemeinsame Ziellandewettbewerb  des FC Kirchdorf/Inn und der Abteilung Luftsport des SV Wacker Burghausen am Flugplatz Kirchdorf am Inn statt. So fanden sich am Samstagmorgen, den 08. September, 20 Piloten bei angenehm warmen Temperaturen am Flugplatz für den Wettbewerb ein. Das Reglement war dasselbe wie auch im Vorjahr. Im ersten Durchgang musste eine 1 m breite Markierung getroffen werden um die volle Punktzahl von 100 zu erhalten. Für zu lange Landungen wurden pro 6 m 10 Punkte abgezogen, für zu kurze Landungen wurden pro 6 m 20 Punkte abgezogen. Während im 1. Durchgang der Aufsetzpunkt des Flugzeugs gewertet wurde, wurde im 2. Durchgang dann der Haltepunkte des Fliegers bewertet. Nach der 1. Wertungsrunde war auch noch alles offen, denn das Spektrum der bepunkteten Landungen war groß. Auch sich immer wieder ändernde Windverhältnisse sorgten für zusätzliche Spannung. Schließlich konnte Florian Bubl vom FC Kirchdorf/Inn am Ende die meisten Punkte einheimsen und gewann somit das diesjährige Ziellanden. Der 2. Platz ging an Kirsten Preis und komplettiert wurde das Stockerl von Konrad Huber, ebenfalls beide vom FC Kirchdorf/Inn. Somit ging der SV-Wacker heuer bei der Medaillenvergabe leider leer aus. Schließlich fand die Veranstaltung dann mit der Siegerehrung und einer großen Grillfeier im Wintergarten des Flugplatzes einen runden Abschluss.

Text & Bild: Christian Forster

Ein neuer Pilot für die Abteilung!

Lennart Bart (M.) mit Fluglehrer Alois Novak (r.) & Prüfer Karl Schmaus (l.)

Am 07. August hat Lennart Bart die praktische Prüfung zum Erwerb der Segelfluglizenz gemeistert. Damit ist seine Ausbildung zum Segelflugpiloten abgeschlossen. Seinen 1. Alleinflug und die theoretische Prüfung hat Lennart schon vor geraumer Zeit absolviert. Auch die letzte Hürde vor der praktischen Prüfung, den 50 km Streckenflug, brachte er heuer in unserer Frühjahrsflugwoche erfolgreich hinter sich und somit stand der praktischen Prüfung nichts mehr im Wege. Zu diesem Zweck kam der Prüfer des Luftamtes nach Kirchdorf am Inn auf den Flugplatz und überprüfte die erworbenen Fähigkeiten des Flugschülers. Nach dem erfolgreichen Flug mit dem Prüfer konnten wir zur bestandenen Prüfung gratulieren und wünschen dem frisch gebackenen Scheininhaber viel Glück auf seinem zukünftigen fliegerischen Weg!

Thermikglück aus dem Glutofen

Bad Kissingen von oben

Alle 2 Jahre steht in unserer Abteilung das große Highlight der auswärtigen Flugwoche an. Dabei packen wir Sack und Pack ein, und fahren auf einen für uns fremden Flugplatz. Dieses Jahr ging es weit in den Norden von Bayern, nämlich nach Bad Kissingen. Mit 4 Vereins- und 4 Privatflugzeugen machte sich eine Gruppe von 10 Aktiven am ersten Sommerferienwochenende bei gut 30 °C auf den Weg. Während die Segelflugzeuge in speziellen Hängern ihre Reise auf der Straße antraten, wurde unser Motorsegler direkt auf dem Luftweg überführt. Nach unserer Ankunft am Flugplatz in Bad Kissingen wurden wir sogleich von den ansässigen Piloten herzlich willkommen geheißen und in die örtlichen Gegebenheiten eingewiesen. Neben unserer Gruppe war auch noch eine Truppe aus Gundelfingen anwesend. Zum Abschluss des Tages erkundeten wir gleich noch die Stadt, in der zu dieser Zeit das Rakoczy-Fest stattfand. Am darauffolgenden Sonntag erwarteten uns wieder Temperaturen deutlich über 30 °C und mäßige Thermik. Die noch mäßige Thermik am ersten Flugtag war aber nicht weiter schlimm, da so viele Windenstarts gemacht werden konnten und somit der nötige Trainingsstand auf dieser für uns eher ungewohnten Startart wieder erreicht werden konnte. Die große Hitze sollte uns übrigens die ganze Woche begleiten und machte den Betrieb am Boden zu einer Herausforderung der ganz anderen Art. Dank des heißen und schönen Wetters konnte jeden Tag Flugbetrieb stattfinden, und überraschenderweise entwickelte sich trotz der Hitze die Thermik von Tag zu Tag bombastisch. Bereits in den Vormittagsstunden entwickelte sich die Thermik und blieb beständig stark bis in die Abendstunden. Auch die Arbeitshöhen waren dabei außergewöhnlich.

Wasserkuppe aus großer Höhe

Für den einen oder anderen wird es wohl das erste Mal gewesen sein, dass bei den Navigationsgeräten ab 3.000 m über Meeresspiegel die Höhenwarnung zu hören war. Ab dieser Höhe nähert man sich nämlich dem kontrollierten Luftraum für die kommerzielle Luftfahrt in die ohne Freigabe durch die Luftaufsicht nicht eingeflogen werden darf. Ein weiterer angenehmer Nebeneffekt dieser großen Höhe war auch die deutlich kühlere und dadurch angenehmere Luft. Unter diesen Bedingungen konnten sehr lange und ausgedehnte Streckenflüge bis zu 450 km in den Thüringer Wald oder auch an die tschechische Grenze geflogen werden. Insgesamt konnten 7 unserer Piloten in dieser Woche 5.000 km in den Onlinecontest zur Meldung bringen. Dies stellt einen absoluten Wochenrekord in unserer Vereinsgeschichte dar und toppt den bisherigen Höchstwert aus unserer heurigen Frühjahrsflugwoche nochmal um fast 2.000 km! Auch unser Motorsegler kam kräftig zum Einsatz. Auch dieser wurde, neben zahlreichen Flugzeugschlepps, bevorzugt für längere und höhere Flüge genutzt. Der weiteste Flug führte dabei sogar bis an die Nordseeküste nach Norderney. Zum Ende der Woche wurde noch gemeinsam mit den Gastgebern aus Bad Kissingen und der zweiten Gastgruppe aus Gundelfingen, mit den ebenfalls ein stets harmonisches Verhältnis gepflegt wurde, noch eine große Grillfeier veranstaltet auf der gemeinsam auf die erfolgreiche Woche angestoßen wurde und man das Erlebte Revue passieren ließ.

Text & Bilder: Christian Forster

Erfolgreiche Frühjahrsflugwoche

Thermisch gute Bedingungen

Wie jedes Jahr stand Anfang Mai unsere traditionelle Frühjahrsflugwoche in der Christi Himmelfahrtswoche an. Und diesmal waren uns die Wettergötter auch gewogen. So konnte bei Sonnenschein und Temperaturen über 20 °C jeden Tag Flugbetrieb stattfinden. So fiel auch heuer wieder der Schlechtwetterausflug auf die Burghauser Mai Wies‘n aus. Alternativ gab es dafür am letzten Abend eine Grillfeier mit unseren Kirchdorfer Fliegerfreunden. Zwar störte zu Beginn der Woche der starke Ostwind die fliegerische Entfaltung, Thermik gab es aber auch an diesen Tagen. Auch wenn das Nutzen dieser nicht ganz einfach war. Als dann der Ostwind zur Mitte der Woche deutlich nachließ, stiegen auch die geflogenen Strecken deutlich. Insgesamt erflogen 6 unserer Piloten etwas über 3.200 km in dieser Woche für den OLC (Onlinecontest). Damit fiel die heurige Frühjahrsflugwoche ähnlich erfolgreich aus wie die Rekordflugwoche aus dem vergangenen Jahr. Besonders erfreulich ist, dass sich unter dieser Strecke auch der erfolgreiche 50 km Flug unseres Flugschülers Lennart Bart befindet. Dieser Flug stellt die letzte Hürde vor der praktischen Prüfung zum Segelflugpiloten dar. Somit geht es nun für Lennart auf die Zielgerade seiner Pilotenausbildung. Ein weiterer kleiner Erfolg im Bereich Ausbildung stellt die Schleppeinweisung von Martin Röckl auf unserem Motorsegler dar. Somit haben wir wieder einen weiteren Piloten in unseren Reihen der mit unserem Motorsegler Segelflugzeuge in die Lüfte schleppen darf.

Text & Bild: Christian Forster